In der Diskussion über eine mögliche Streichung der Winterferien verständigte sich Sachsens Regierung am Dienstag auf einen Kompromiss: Die Ferien sollen nicht gestrichen, sondern verkürzt werden, wie Kultusminister Christian Piwarz ankündigte.

Dafür wird die erste Ferienwoche auf den 1. Februar vorgezogen und nicht wie geplant am 8. Februar beginnen. Die Ferienwoche solle als „Verschnaufpause“ für Schüler, Eltern und Lehrer dienen, erklärte Piwarz. Die zweite Ferienwoche soll allerdings ausfallen und in der Karwoche vor Ostern (29. März – 3. April) nachgeholt werden. Zuvor hatten etwa Lehrer und Eltern deutliche Kritik an den Plänen für eine Streichung der Winterferien geübt. Piwarz räumte ein, dass über diesen Punkt im Kabinett „sehr lange“ diskutiert worden sei. Ziel sei es mit der jetzigen Lösung, bis Ostern so viel Unterricht wie möglich zu ermöglichen.

Zuvor hatten sich Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Darin wurde die Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen bis zum 31. Januar beschlossen. Auch Schulen und Kitas bleiben demnach bis Ende des Monats dicht. Jedem Elternteil soll dafür für zehn weitere Tage Kinderkrankengeld zustehen, damit sie in dieser Zeit auf ihre Kinder aufpassen können.

Zudem wurden bundesweit die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft: Nunmehr dürfen Personen aus einem Haushalt nur noch eine weitere Person aus einem anderen Haushalt treffen. „Es ist die gemeinsame Überzeugung von Bund und Ländern, bis zum Monatsende alles dafür zu tun, damit die Corona-Infektionszahlen zurückgehen“, erklärte der Regierungschef.

Die 15-Kilometer-Regel, die bislang nur in Sachsen galt, wurde deutschlandweit auf Hotspot-Regionen ab einem Inzidenz-Wert von 200 erweitert.

Ministerpräsident Kretschmer kündigte aber auch an, dass Familien in den Winterurlaub fahren dürften – sofern dies im Februar möglich sei. In diesen Fällen werde sehr kulant reagiert. Kretschmer: „Die Schüler werden von der Schule freigestellt, damit der Urlaub auch gemacht werden kann.“

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